Handwerk Schleswig-Holstein e.V. unterzeichnet Bündnis für Ausbildung
Kiel – Das Handwerk im nördlichsten Bundesland beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder am „ Bündnis für Ausbildung“. Hans Christian Langner, Vizepräsident vom Handwerk Schleswig-Holstein e.V., unterzeichnete am Morgen gemeinsam mit Dr. Ekkehard Klug Minister für Bildung und Kultur die Vereinbarungen für 2010. „Damit wollen wir weiterhin alle Kräfte bündeln, um allen Jugendlichen in Schleswig-Holstein einen Ausbildungsplatz und damit Zukunftsperspektiven zu bieten“, so Langner.
Für das Handwerk sei es eine Selbstverständlichkeit, sich an diesem Bündnis zu beteiligen, erklärte Vizepräsident Langner, „denn der demografische Wandel führt dazu, dass immer weniger Jugendliche einen Ausbildungsplatz im Handwerk anstreben.“ Daher müsse jedem ausbildungswilligen und -fähigen Jugendlichen ein Ausbildungsplatz angeboten werden können.
Langner betonte, dass im Handwerk eine Vielzahl von attraktiven Ausbildungsplätzen zur Verfügung steht. „Viele dieser Ausbildungsplätze bleiben jedoch leider unbesetzt, weil die Berufsbilder unbekannt oder aus Sicht der Jugendlichen zu wenig attraktiv sind“, so Langner weiter. Mit der seit Anfang des Jahres laufenden Imagekampagne wolle das Handwerk diesem Trend entgegenwirken und auf die Chancen und Möglichkeiten im Handwerk aufmerksam machen.
Der Vizepräsident vom Handwerk Schleswig-Holstein e.V. appellierte aber auch an die Politik, die Qualität der Schulabgänger nicht aus den Augen zu verlieren. „Wir müssen leider immer noch feststellen, dass viele Jugendliche nicht ausbildungsreif sind, wenn sie die Schule verlassen. Hier muss die Politik dringend Maßnahmen ergreifen, um die Qualität der Schulabgängerinnen und Schulabgänger zu verbessern. Es kann nicht Aufgabe der Betriebe und der Berufschule sein, mit teuren Qualifizierungsmaßnahmen das nachzuholen, was die allgemeinbildende Schule nicht mehr leistet“, so Langner abschließend.
Ziel des „Bündnis für Ausbildung“ ist es, allen ausbildungsfähigen und ausbildungswilligen Jugendlichen einen Ausbildungsplatz anzubieten. Die Partner, zu denen die Landesregierung, die Agentur für Arbeit, die Industrie und Handelskammer Schleswig-Holstein, die Handwerkskammer Schleswig-Holstein, Gewerkschaften sowie der Unternehmensverband Nord, der Verband der Freien Berufe und Handwerk Schleswig-Holstein zählen, tragen dafür Sorge, dass dieses Ziel erreicht wird. Die vollständige Bündnisvereinbarung ist auf der Internetseite der Landesregierung verfügbar.
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