Kiel – Der Förderverein des Schleswig-Holsteinischen Handwerks unterstützt zehn junge Handwerkerinnen und Handwerker auf dem Weg zum Meisterbrief mit einem Meisterstipendium

In diesem Jahr sind es Dominik Doberschütz aus Schleswig (Kfz-Mechatroniker), Svea Wittkamp aus Elmenhorst (Metallbildnerin in Ziseliertechnik), Victoria Christin Stage aus Brunsbüttel (Tischlerin), Timo Thomsen aus Wittbek (Elektroniker f. Energie- u. Gebäudetechnik), Mohamed Amine Sbaghi aus Gremersdorf (Kfz-Mechatroniker), Franz Jochen Scharnweber aus Sterley (Zimmerer), Kira Hinrichsen aus Achtrup (Bäckerin), Christian Hüttmann aus Schönwalde (Ofen- u. Luftheizungsbauer), Jann-Uve Renfranz aus Uelvesbüll (Tischer), Jörn Harder (Elektrotechniker), die das Meisterstipendium und damit jeweils 3.000 Euro Förderung von der Präsidentin des Schleswig-Holsteinischen Landtags und dem Vorsitzenden Hans Christian Langner überreicht bekommen haben. Langner hob die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung hervor und damit auch die Notwendigkeit eines kostenfreien Zugangs zur Meisterausbildung.
Die Meisterausbildung könne in einzelnen Gewerken mittlerweile mehr als 10.000 Euro kosten, sagte Langner. Das Meister-Bafög sei leider nach wie vor nicht auskömmlich gestaltet. Deshalb solle das Meisterstipendium des Vereins zur Förderung des Schleswig-Holsteinischen Handwerks diese Lücke schließen und zeigen, dass politisch noch viel zu tun sei.
Wir danken besonders dem Sparkassen- und Giroverband Schleswig-Holstein für die Finanzierung von zwei Stipendien in Höhe von 6.000 Euro, der Signal Iduna Versicherung für ein Stipendium in Höhe von 3.000 Euro und der IK Die Innovationskasse für ein Stipendium in Höhe von ebenfalls 3.000 Euro.
„Es ist toll zu sehen, dass hier junge Handwerkerinnen und Handwerker dabei sind, die lange Familientraditionen fortführen, die Betriebe übernehmen oder neu gründen, fortführen wollen und die sich noch dazu ehrenamtlich für unsere Gesellschaft engagieren.
Langner machte den jungen Gesellinnen und Gesellen Mut, ihren Weg zu gehen, denn das Handwerk sei die Heimat des schaffenden Menschen. Ausgezeichnet würden auf diesem Wege zukünftige Unternehmer, die in der Region die Wirtschaft stärken und vielen Menschen einen sicheren und zukunftsfesten Arbeitsplatz bieten könnten.
Für den Schleswig-Holsteinischen Landtag gratulierte als Schirmherrin des Stipendienprogramms Landtagspräsidentin Kristina Herbst den jungen Gesellinnen und Gesellen:
„Sie alle eint die Motivation in naher Zukunft selbst ein Unternehmen führen zu wollen und vor allem auch Verantwortung für ihr Handwerk und somit auch langfristig für kommende Gesellengenerationen zu übernehmen.“ Sie alle stünden für die hohe Qualität unserer Handwerksausbildung und für eine mutige und kreative Generation, die dem Handwerk in naher Zukunft ihren eigenen Stempel aufdrücken werde. Dem Förderverein dankte sie ausdrücklich für dessen Einsatz: „Ihr Engagement ermöglicht die Vergabe der Meisterstipendien und trägt damit ein gutes Stück dazu bei, dass dem Handwerk in Schleswig-Holstein die kreativen Köpfe auch in Zukunft nicht ausgehen!“
Persönliches zu den Stipendiaten
Dominik Doberschütz hat beim Kfz-Service Funk in Schleswig das Kfz-Mechatronikerhandwerk gelernt. Neben einer guten Gesellenprüfung war Herr Doberschütz 2025 Innungsbester der Kfz-Innung Schleswig.
Svea Wittkamp hat bei der Bildgießerei Michael Wittkamp das Metallbildnerhandwerk in Ziseliertechnik mit der Note 1 abgeschlossen. Sie ist Bundessiegerin bei den German Craft Skills 2025 geworden und Mitglied der freiwilligen Feuerwehr Elmenhorst. Ihr Ziel ist es, als Meisterin später einen Betrieb zu übernehmen.
Victoria Christin Stage aus Brunsbüttel hat bei der Bau- und Möbeltischlerei Fischer in Wilster ihre Ausbildung zur Tischlerin gemacht. Sie ist Teamleiterin bei den Pfadfindern der Royal Rangers. Sie hat den ersten Platz im Wettbewerb „die Gute Form“ und Zweitbeste der Innung. Später will Sie eine Tischlerei übernehmen.
Timo Thomsen aus Wittbek hat seine Ausbildung zum Elektroniker f. Energie- u. Gebäudetechnik bei der Firma Caspersen Energie & Haustechnik GmbH abgeschlossen. Er war Fußballjugendtrainer und ist bürgerliches Mitglied dortigen im Gemeindeausschuss. Er hat seine Gesellenprüfung mit der Note 1 abgelegt und möchte später den väterlichen Betrieb übernehmen.
Mohamed Amine Sbaghi aus Gremersdorf ist seit 3, 5 Jahren in Deutschland und hat seine Ausbildung im Autohaus Herzog aus Neustadt in Holstein zum Kfz-Mechatroniker gemacht. Er ist Mitglied der ASB-Drohnengruppe, die bei Unfällen und Sturmschäden zum Einsatz kommt. Er möchte sich später im Kfz-Handwerk selbstständig machen.
Franz Jochen Scharnweber aus Sterley hat seine Ausbildung zum Zimmerer bei der Zimmerei Stamer aus Lübeck mit einer 2 im praktischen und einer 1 im theoretischen Teil gemacht. Er ist Leutnant der Reserve bei der Bundeswehr, Gründungsmitglied des Vereins Demokratie. Einsatz. Freiheit., der das Zusammenwachsen von Bundeswehr und Zivilgesellschaft fördern will. Er strebt den Meister an und möchte selbstständig werden.
Kira Hinrichsen aus Achtrup hat in der Bäckerei Koch in Langenhorn ihre Ausbildung zur Bäckerin mit der Note gut gemacht hat. Sie engagiert sich im Sportverein und unterstützt eine Cheerleading-Gruppe. Sie möchte Führungskraft im Bäckerhandwerk werden.
Christian Hüttmann aus Schönwalde hat seine Ausbildung zum Ofen- u. Luftheizungsbauer im Kaminhaus in Lübeck gemacht. Er ist aktiv bei den Pfadfindern und zuständig für Bauprojekte mit der Jugend und möchte später einen Betrieb übernehmen.
Jann-Uve Renfranz aus Uelvesbüll hat die Gesellenprüfung zum Tischler im praktischen Teil mit der Note 1 und im theoretischen Teil mit der Note 2 abgeschlossen. Er wurde ausgebildet in der Tischlerei MMP, Maik Petersen in Husum. Er ist Mitglied der freiwilligen Feuerwehr und Vorstand im Boßelverein sowie früher bei der Landjugend. Er möchte sich später selbstständig machen.
Jörn Harder aus hat seine Ausbildung im Betrieb Elektro Petersen GmbH mit der Note 1 gemacht und möchte später einen eigenen Betrieb gründen.


